Nein? Hm hab ich mir schon beinahe denken könne. Vielleicht ist ja eine Grippe ein viel zu schäbiges Anhängsel, als dass Er seine Macht dadurch demonstrierne würde, mich davon zu befreien. Ist es zu viel jede noch so unbedeutende Nebensächlichkeit im Leben auf ein transzendentes Wollen zu beziehen? Hat es einen tieferen Sinn, dass ich jetzt flach liege, oder ist es einfach nur die Folge einer natürlichen Infektion, die so oder so eingetroffen wäre. Hier eine biblische Geschichte:
In 2. Samuel 16 ist David aufgrund eines Putsches gezwungen Jerusalem zu verlassen. Auf seiner Flucht wird er von einem Mann aus dem Stamm Sauls beleidigt und beschimpft. Ein Begleiter Davids will Ihm dafür den Kopf abschlagen, als da David spricht: „Was geht es euch an, dich und Joab, ihr Söhne der Zeruja? Der HERR hat ihm befohlen, mich zu beschimpfen, wer darf ihn da zur Rechenschaft ziehen?“
Ich nicke an der Ampel ein, lange ist Grün, der Kerl hinter mir Flucht und Hupt. Ihr wisst wahrscheinlich schon worauf ich hinaus will, aber ganz im Ernst; wie tief ist wohl Gott in ein Leben aktiv verwoben? Darüber könnte ich Stunden lang nachdenken. Kann man unterscheiden zwischen wichtig unwichtig, verändernd oder nicht-verändernd?
Tja lieber Vladi, ich glaube dass ist eine DER Fragen, über die man wirklich Tag und Nacht nachdenken kann…
… oder man lässt es gleich bleiben, weil ich mir sicher bin, dass man hier auf der Erde nicht mehr zu einem Ergebnis kommen wird!
(Interessant isses natürlich sich neue Theorien auszudenken, die man sich dann selber wieder widerlegen kann^^)
.. nur für den Fall dass du die richtige Antwort findest kannst du dich ja dann mal bei mir melden und sie mir verraten…
Ich glaub dass wir sie wohl nie beantworten können, denn sonst könnte man Gott ja in ein schema pressen. Und ich denke das ist nicht möglich^^
oh mann…deprimierend
Ich glaube schon, dass man sich da unnötig reinsteigern kann, aber ich finde es durchaus auch mal interessant, drüber nachzudenken, denn je nach dem, wie aktiv Gott in unserem Leben verwoben ist, werde ich auch für manche Sachen beten, zum Beispiel eben gegen die Grippe, oder auch in der Geschichte mit David, inwieweit handele ich oder nehme es wies kommt als von Gott gegeben.
Die eigentliche Frage ist für mich aber eher, wie komme ich zu einer Antwort bzw. zu einem Ansatz davon, und da bringt dann das Grübeln glaube ich eher weniger und sorry für die Standardantwort(ich glaube sie aber trotzdem), um Klarheit beten mehr.
kann sein, dass ich das thema nicht ganz richtig verstanden habe, oder von der falschen seite drauf schaue. aber hier kommt mal mein lösungsansatz:
gott ist zu genau 100% rein verwoben… ins leben…
das war einfach, oder?
ich finde, man sollte null zwischen „geistlichem“ und „weltlichem“ unterscheiden, und das alles total *trommelwirbel* ganzheitlich *wooow* betrachten. Jede Trennung nimmt m.E. weder Gottes Allwissen, Allmacht, Alletc. ernst noch die Welt als seine Schöpfung und in seinem Einflussbereich. Ich denke, tatsächlich alles hat eine geistliche (jenseitige?) Seite. Allerdings kann diese auch wieder höchst normal, weltlich, diesseitig sein. Die Trennung von geistlich und weltlich zählt einfach nicht.
Natürlich hat Gott was mit deiner Grippe zu tun. Natürlich ist eine Grippe nicht zu weltlich, als dass Gott sich drum kümmern könnte. Gleichzeitig kann aber Gottes ganze Meinung dazu sein: „Naja, bist halt noch auf dem Planeten Erde. Da kommt sowas einfach vor.“ Und wenn diese Trennung wegfällt, gibts plötzlich ganz viele Wahrheiten, die tatsächlich alle richtig sein können.
Ich hab ne Grippe, einfach weil ich meinen Körper überanstrengt habe.
Ich hab ne Grippe, einfach weil mich halt der Virus erwischt hat.
Ich hab ne Grippe, weil Gott nicht will, dass ich heute mit dem Auto fahre und in den tödlichen Verkehrsunfall verwickelt worden wäre.
Ich hab ne Grippe, damit ich wieder merke, wie ohnmächtig ich bin.
Etc…
Sobald ich anfange, mein Leben in „weltliches“ und „geistliches“ zu trennen, kommen plötzlich ganz komische Sachen dabei raus.
Einerseits „geistlich“ zb. keine Arztbesuche mehr, weil ich doch auf Gott vertraue. etc.
Andererseits „weltlich“ eine Taubheit für das, was mir Gott in der Situation zu sagen hat (zb. dass ich vielleicht echt einfach gesunder leben sollte – und bäng – ist das jetzt geistlich oder weltlich?)
Mein Leben ist zu 100% mit Gott verwoben. Aber er steckt im anscheinend total weltlichen genau so drin wie in allem weltlichen. Und das muss deswegen dann kein bisschen weniger weltlich, logisch, naturwissenschafltich nachvollziehbar sein.
Hab mal gehört, dass diese Trennung auf die Griechen zurück geht (Aber auf die wird ja heute fast alles geschoben
) und dass davor alles viel ganzheitlicher war…
ps. könnte es sein, dass du als Theologe deinen Spaß hättest?
Das ist ein Zeichen!!! Ein Zeichen!!!
p.s. ich wüsste da was für dich.